The Payphone Memorial

The Payphone Memorial: Reviews.

Nine - soon to be dismantled - pay phones in Kyoto, Berlin and Linz have been converted into transitorial memorial sites for people to have their souvenir photo taken. That is commonly refered to as Collective Landmarking.

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Two writers actively participated in several Payphone Memorials who got interested in the topics raised to add to the discussion: Australian-born Justin Ellis was an indispensible documentation assistant at the Seika University (May 18, 2007) and Matsugata Shotengai (June 22, 2007) and wrote a short report below. Edgar Franz native to Germany, is who videotaped the Kitanotenmangu Shrine (May 19, 2007) and Arashiyama (May 20, 2007) event initiated the interview on the bottom of this page (in German).

Pay Phone Sayonara
pressMay 25, 2007 by Justin Ellis in Kyoto.

The Payphone Memorial

Students at Seika University create their unique on-campus Payphone Memorial.
(photo Justin Ellis)

Yesterday morning 40 graphic design students attended a memorial ceremony for the Japanese pay phone. The students of Kyoto Seika Art University gathered in front of the last on-campus public phone to pay their respects to the near obsolete service, laying flowers at its base.

Pay Phone Memorial - the latest public art project by Swiss born, Kyoto based-artist Markuz Wernli Saito - is about more than just nostalgia for a time when music came from radio rather than ring tones. "Just how public are public spaces?" Mr. Wernli Saito asked the students. "If public spaces are common areas, why, in parts of Asia, are public areas limited to commercial use, and why, in the USA, is public space dominated by the very private motor car?" For the time being the law requires at least one public phone in every 500 square metre area in cities and every 1 square km in rural residential areas. Even so, the steady decline of pay phones will continue as revenues dwindle and storeowners eye these small public spaces for greater commercial exploits.

For Midori Hirota of Osaka and her classmates at Kyoto Seika Art University the disappearance of the pay phone is a question of aesthetics rather than market forces: "For us they are a timeline of Japanese design."

Interview von Edgar [EF] mit Markuz [MWS]
pressMay 20, 2007 by Edgar Franz in Kyoto.

The Payphone Memorial

In the Arashiyama event Makiko Hori and Takagi-san become active staff members...

EF: Was machst du hier in Japan?
MWS: Ich lebe jetzt seit etwa 5 Jahren in Kyoto. Ich habe am Anfang sehr viel fotografiert. Seit etwa 2 Jahren mache ich Performances im öffentlichen Raum.

EF: Wie bist du dazu gekommen?
MWS: Ich habe vor etwa 3 Jahren ein kleines Fotoprojekt gemacht. Das war für eine Neujahrskarte. Das war das Jahr des Affen. Daher habe ich eine Banane genommen und die habe ich an ganz verschiedenen öffentlichen Orten, im Freien plaziert, wie z.B. beim Takashima Warenhaus an der Rezeption auf die Informationstafel oder auf einen Tsukiyama. Das ist so ein Sandhügel im Taitokuji-Tempel. Dabei kam es zu sehr interessanten Reaktionen der Leute. Seitdem diese Reaktionen zu Tage getreten sind, habe ich mich entschieden mehr in dieser Richtung zu arbeiten. Mich interessieren weniger die Fotos selber, sondern viel mehr was hinter der Kamera passiert.

EF: Was willst du dann hinterher damit machen?
MWS: Gute Frage. Zuallererst habe ich Spaß und ich glaube, dass auch gewisse andere Leute bei diesen Aktionen ungeahnte Freude finden können. Darum geht es hauptsächlich. Ich möchte nicht zu viele Gründe, nicht zu viel Motivation in diese Aktionen reinladen. Es muss in erster Linie Spaß machen, damit sich Dinge bewegen können.

The Payphone Memorial

... making myself practically obsolete on the scene ...

EF: Was ist deine neueste Aktion?
MWS: Diese Aktion hier nennt sich "Sayounara Koushuu-denwa, Koushuu-denwa kinenbi". Auf Deutsch: "Tschüs, öffentliches Telefon," wo ich im Prinzip einen kleinen Fotoservice für Leute anbiete, die vorbeikommen und ein Foto haben möchten, mit sich und dem Telefon, unter dem Vorwand, dass das Telefon bald verschwindet. Das ist auch irgendwo wahr.

EF: Findest du es schade, dass die öffentlichen Telefone nach und nach verschwinden?
MWS: Ja natürlich. Ich habe kein Handy und ich persönlich hänge davon ab. Ich bin davon überzeugt, dass nicht nur ich von öffentlichen Telefonen abhänge, sondern auch Leute, die ein Mobiltelefon bei sich haben, z.B. weil das Akku leer ist, oder weil sie keine Verbindung haben. Da gibt es viele GrŸnde. Daher finde ich die öffentlichen Telefone ein ganz wichtiges Element im šffentlichen Raum. Sie sind ein wichtiger Bestandteil vom šffentlichen Inventar.

EF: Warum kaufst du dir nicht selber ein Mobiltelefon?
MWS: Gute Frage. Ich glaube, es wäre sicher sehr nützlich. Viele Leute können nicht mehr ohne Mobiltelefon sein. Aber ich denke, dass ich abhängig würde. Ich habe Bedenken, dass ich permanent abrufbar bin und das möchte ich irgendwie vermeiden. Bisher kam ich ohne Handy aus. Ich habe mir sagen lassen, dass gewisse Leute nicht mehr ohne Handy sein kšnnen. Ich finde, ich bin schon genug mit Computer, E-Mail, und Internet verbunden. Im Moment brauche ich nicht mehr.

The Payphone Memorial

... since Makiko-san does an awesome job pulling in the Sunday afternoon passersbyers.

EF: Was ist für dich das Besondere an Japan?
MWS: Japan ist natürlich ein Land der Kontraste, die aufeinander prallen und in Harmonie miteinander gehen. Dieses Land hat eine sehr lange Geschichte und trotzdem ist es sehr modern und neu. Ich finde es spannend, wie neue Sachen mit offenen Armen empfangen werden.

EF: Wie soll es für dich weitergehen?
MWS: Gute Frage. Wenn ich das wüsste. Ich werde sicher in irgendeiner Form mit diesen Performances weitermachen. Ich bin daran interessiert, weiter im öffentlichen Raum zu arbeiten. Ich stelle mir vor, dass ich mehr Aktionen mache, wo ich an der Beziehung mit Leuten arbeite. Hier geht es um Begegnungen. Das heißt, es ist sehr momentan. Es sind meistens sehr kurzlebige Kontakte. Das ist sehr gut. Ich finde, das ist sehr wertvoll. Aber ich bin mehr am Aufbauen von Beziehungen interessiert, so mehr längerfristige Sachen und da muss man andere Strategien anwenden.

EF: Hast du Vorbilder für deine Aktionen?
MWS: Ja, habe ich. Es gibt die japanische Künstlerin, Ayumi Matsuzaka. Die macht sehr interessante Sachen. Sie ist sogar etwas jünger als ich. Die schafft es, dass sie Begegnungen hat und dass sie dann nachher eingeladen wird zu diesen Leuten und dann während Wochen, zum Teil während Jahren an so gewissen künstlerischen Projekten arbeitet. Das ist spannend. Da gibt es spannende Entwicklunsgmöglichkeiten.

The Payphone Memorial

The green of Japanese public phones is a kind of fashion statement.

EF: Machst du die gleichen Aktionen sowohl in Japan als auch in anderen Ländern?
MWS: Diese spezifische Aktion mit dem öffentlichen Telefon werde ich auch diesen Sommer in Linz in Österreich machen. Das wird spannend zu sehen, wie die Reaktion der Leute sein wird. Das ist sehr offen. Keine Ahnung. Das wird sehr spannend.

EF: Verhalten sich Japaner sehr anders als Europäer?
MWS: Wir werden sehen. Ich denke, Japaner sind sehr pflichtbewusst und sehr ernsthafte Menschen, zumindest im öffentlichen Raum. Also wenn man so eine Aktion macht und sagt, dass dieses Telefon nächste Woche verschwindet, dann glauben die meisten Leute das ernsthaft. Wenn ich das in Österreich mache, in Europa, dann werden viele Leute lachen. Die sehen das als etwas ironisches. Das wird wohl eine ganz andere Erwartungshaltung sein. EF: Es hat mir heute Spaß gemacht. Vielen Dank für das Interview.

Aussterbende Telefone
pressPublished July 25, 2007 in OberÖsterreichische Nachrichten in Linz.

The Payphone Memorial

Public species on the brink to extinction.

Von aussterbenden Telefonzellen in Japan (...) erzählt eine Ausstellung im Landeskulturzentrum Ursulinenhof und der Galerie der Berufsvereinigung Bildender Künstler Oberösterreichs.

In Japan für Aufregung gesorgt hat die Arbeit des Schweizers Markuz Wernli Saitô. Er hat die Telefonzelle als aussterbendes Objekt präsentiert und es bis ins Kyoto-TV geschafft.

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